Luthe

ASV Luthe und Grüne Wunstorf wollen künftig zusammenarbeiten

“Angelvereine leisten einen beträchtlichen Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt, und das nicht nur Unterwasser.”

Am Luther See tauschten sich Mitglieder der Grünen mit dem Angelsportverein (ASV) Luthe aus. Anlass hierzu war eine Besatzaktion von Karauschen. Bei diesen Fischen handelt es sich um eine bedrohte Art. Im Anschluss an den Karauschenbesatz wurde über weitere Themen wie z.B. die Auswirkungen des Klimawandels auf heimische Gewässer (am Beispiel des Luther Sees) oder den “niedersächsischen Weg” gesprochen.


“Den Lebensraum Wasser sehen wir aktuell nicht ausreichend geschützt. Bei der Vielzahl unserer aktuellen Probleme sind wir auf die Unterstützung aller Parteien angewiesen. Aus diesem Grund haben wir die Grünen zu unserer Besatzaktion eingeladen, da es bisher in Luthe kaum gemeinsame Schnittstellen gab.”, betonte Jan Schiffers, 1. Vorsitzender des ASV Luthe. Daher habe man die Grünen eingeladen, die sich ebenfalls für Themen wie Artenschutz und Klimawandel einsetzen.


“Der ASV Luthe und wir haben die gleichen Ziele, den Schutz und den Erhalt der Artenvielfalt. Deswegen wollen wir zukünftig enger zusammenarbeiten. Zwei sind eben immer stärker als einer” sagte Anne Dalig, Fraktionsvorsitzende der Grünen im Wunstorfer Stadtrat. “Viele halten Angler leider immer noch für sog. Fischmörder. Das Gegenteil ist allerdings der Fall. Angelvereine leisten einen beträchtlichen Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt, und das nicht nur Unterwasser”, erklärt Dustin Meschenmoser, Vorsitzender der Grünen Wunstorf. “Das zeigt z.B. auch die heutige Besatzung der gefährdeten Karauschen”, ergänzt Anne Dalig. Bild: Jan Schiffers

Grüne geben Luther Kunstrasenplatz die Rote Karte

Dustin Meschenmoser

Grüne geben Luther Kunstrasenplatz die Rote Karte

Die Grünen Wunstorf lehnen die Anschaffung eines Kunstrasenplatzes in Luthe ab. Einerseits stehen noch viel  zu viele Fragen offen, andererseits sind die Kosten viel zu hoch.

Dazu erklärt Dustin Meschenmoser: Die Vorteile von Kunstrasen liegen auf der Hand. Die Nachteile und die vielen ungeklärten Fragen aber nicht. Beispielsweise wurde bis heute nicht geklärt, welche Kosten bei der Pflege des Kunstrasen entstehen, wie es mit der Haltbarkeit durch die erhöhte Bespielbarkeit aussieht oder welche Alternativen im Gespräch waren. Das Entscheidende sind aber nicht die Vor- oder Nachteile, sondern der Preis in Höhe von 500.000,- Euro, zzgl. nicht bekannter Pflege- und Sanierungskosten.  

Ohne die Corona-Pandemie und die damit verbundenen Einnahmeverluste für die Stadt könnte man abwägen, ob man sich diesen Luxus leisten kann.  Nun müssen wir allerdings entscheiden, welche Investitionen Vorrang haben. Deswegen geben wir dem Kunstrasenplatz die Rote Karte. In Wunstorf aber auch in Luthe selbst gibt es aus unserer Sicht wichtigere Dinge.” 

Horst Ruser ergänzt: ”Wir werden jedenfalls  den Eltern nicht erklären müssen, warum ihre Kinder in Containern unterrichtet werden, während ein Sportplatz für eine halbe Million Euro verbessert wird. Wir hätten den Luther Sportlerinnen und Sportler gerne einen neuen Sportplatz ermöglicht. Das Geld dafür ist aber einfach nicht da.