Klima statt Krise

Fragen der HAZ an die Parteien zur Wahl 2026

Wahlfragen

  1. Was sind aus Ihrer Sicht die drei wichtigsten Themen für Wunstorf?
    Aus unserer Sicht gehören die Wohnungssituation und bezahlbares Wohnen, insbesondere
    für Familien, zu den wichtigsten Themen in Wunstorf.
    Hinzu kommt der Verkehr. Dabei fallen vor allem die Parkplatzsituation in Steinhude, der
    Ausbau des Radwegenetzes und die Steinhuder Meer-Bahn ins Auge.
    Weitere Schwerpunkte sind Klimaschutz, die Reduzierung von Klimagasen und die
    Anpassung an die Folgen des Klimawandels. Dazu gehören vor allem Entsiegelung,
    Begrünung und die Pflanzung standortgerechter Bäume. Siehe dazu auch Frage 2.
  2. Werden Sie das Parkdeck am Nordwall realisieren?
    Ja, wenn dafür andere Parkflächen entsiegelt und umgenutzt werden und das Konzept
    ganzheitlich gedacht wird. Dazu gehören ausreichend E-Ladesäulen, Fahrradparkplätze,
    auch für große Lastenräder, sowie öffentliche Toiletten. Darauf wird auch in der
    Kooperationsvereinbarung mit der CDU Bezug genommen.
  3. Kann sich Wunstorf ein neues Freizeitbad für 38 Mio. Euro leisten?
    Nein, bei der aktuellen Kassenlage ist ein neues Freizeitbad in dieser Größenordnung nicht
    realisierbar. Wenn eine abgespeckte Variante möglich wäre, könnte dies eventuell eine
    Option sein.
  4. Welche Baugebiete werden konkret als nächstes ausgewiesen?
    Als nächste Baugebiete sollten Brändel in Blumenau und das Kettler-Gelände im Fokus
    stehen.
    Neue Baugebiete sollten nur eingerichtet werden, wenn ein schlüssiges Verkehrskonzept
    vorliegt und eine möglichst behutsame Versiegelung stattfindet. Regenwasser von
    Dachflächen ist vor Ort zu versickern. Dachflächen sollten möglichst vollständig mit
    Photovoltaik belegt oder als Gründächer realisiert werden.
  5. Wann wird die Badeinsel modernisiert?
    Aus finanzieller Sicht sehen wir momentan keine Möglichkeit für eine Modernisierung.
    Außerdem benötigen wir ein Konzept gegen Übertourismus. Dabei sollte auch bedacht
    werden, wie die Badeinsel für die Anwohnerinnen und Anwohner attraktiver gestaltet
    werden kann.
  6. Welche freiwilligen Leistungen sind verzichtbar?
    Es muss gespart werden. Da fallen einem schnell die sogenannten freiwilligen Leistungen
    ein. Das halten wir jedoch für den falschen Weg. Es gibt kaum noch freiwillige Leistungen.
    Wir brauchen weiterhin das Engagement der Menschen, die sich ehrenamtlich betätigen. Sie
    dürfen nicht zusätzlich durch die Kürzung ihrer Mittel belastet werden.
    Ohne dieses Engagement kann und wird der Zusammenhalt unserer Gesellschaft nicht
    funktionieren.
  7. Wie soll das neue Wunstorf Elements an den Verkehr angebunden werden?
    Die ehemalige Baustraße könnte wieder geöffnet werden. Auf dem vorgestellten
    Verkehrskonzept für die Barne möchten wir aufbauen. Die Barnestraße sollte nicht zur
    Anfahrt genutzt werden, da sie bereits jetzt überlastet ist.
  8. An welchen Stellen soll das Radwegenetz konkret ausgebaut werden?
    Wir möchten sowohl das innerstädtische Radwegenetz, zum Beispiel in der Südstraße, als
    auch die Verbindungen zwischen den Ortschaften und nach Dedensen zu komfortablen und
    sicheren Radschnellwegen ausbauen.
    Der Hotspot Hindenburgstraße sollte in Angriff genommen werden. Er ist auch Bestandteil
    der Leuchtturmroute. Außerdem geht es um die Anbindung des Wunstorfer Radwegenetzes
    an die im Bau befindliche Mittellandkanalroute.
  9. Wo gibt es Optionen auf weitere Gewerbeflächen?
    Zunächst sollten zusätzliche Flächenversiegelungen minimiert und Leerstände in den
    bestehenden Gebieten reduziert beziehungsweise nachverdichtet werden. In Wunstorfs
    Süden entsteht gerade ein neues Gewerbegebiet.
    Neue Gewerbegebiete sollen nur entstehen, wenn keine innerstädtischen Flächen zur
    Verfügung stehen, ein schlüssiges Verkehrskonzept vorliegt und eine möglichst behutsame
    Versiegelung stattfindet. Regenwasser von Dachflächen ist vor Ort zu versickern.
    Dachflächen sollten möglichst vollständig mit Photovoltaik belegt oder als Gründächer
    realisiert werden.
  10. Wie wollen Sie konkret Bürgerbeteiligung weiterentwickeln?
    Mit Blick auf den Digitalisierungsantrag sollte auch eine Zuschaltmöglichkeit für Bürgerinnen
    und Bürger zu Ratssitzungen ermöglicht werden. Außerdem braucht es mehr
    Bürgerinformationen und Befragungen zu anstehenden Projekten.
    Wir haben einen Antrag für ein Beschlussmanagement eingebracht, um ein für Bürgerinnen
    und Bürger nachvollziehbares Instrument zur Teilhabe an den Beschlüssen des Rates zu
    haben. Dies werden wir in der kommenden Wahlperiode weiterverfolgen

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