- Kooperationsvereinbarung zwischen Bündnis90/Die Grünen,FDP und der CDU für eine Unterstützung des Bürgermeisterkandidaten Martin Pavel
- Steinhuder Erklärung zur Unterstützung des Bürgermeisterkandidaten Martin Pavel
- Grüne wählen neuen Vorstand
Am 28. Februar haben die Grünen auf ihrer Mitgliederversammlung einen neuen Vorstand gewählt. Diese Wahl findet turnusgemäß alle 2 Jahre statt.
Einige Vorstandsmitglieder wollten aus persönlichen Gründen aufhören, sodass der Vorstand fast komplett neu besetzt werden musste.
Wir bedanken uns ganz herzlich für die geleistete Arbeit der letzten Jahre und wünschen viel Freude in der wiedergewonnenen zusätzlichen Freizeit.Zur Wahl stand die Neubesetzung der SprecherInnenplätze und bis zu 5 BeisitzerInnen.
Gewählt wurden
Anne Dalig zur Sprecherin des Vorstand
Der Platz des CO-Sprechers konnte nicht neu besetzt werden, sodass Reinhard Hüttermann kommissarisch im Amt bleibt.
Als Beisitzerinnen
Sybille Russ Und Christiane Hesse
Als Beisitzer
Jan-Philipp Ramm und Jens Ocksen
Lothar Porcher wurde als Schatzmeister bestätigt.Es ist uns gelungen, den Vorstand paritätisch zu besetzen.
Wir gehen zuversichtlich und erwartungsvoll in spannenden Wahlkampf. Diesen werden wir fair und sachorientiert führen, Inhalte in den Vordergrund rücken und damit Wunstorf voranbringen.
- Mitteilung zur Sanierung der Fußgängerzone
Voraussetzung für die Zustimmung ist ein Änderungsantrag der Grünen

„Die Phase 0 schafft Transparenz, Beteiligung und eine klare inhaltliche Grundlage für die weitere Planung“, erklärt der Fraktionsvorsitzende Marvin Nowak. „Wir wollen Sorgen ernst nehmen und gleichzeitig eine tragfähige Perspektive für die Innenstadt entwickeln.“
Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen hat sich mehrheitlich für die Beauftragung des vorgesehenen Landschaftsplanungsbüros zur Sanierung der Fußgängerzone ausgesprochen. Grundlage ist eine intensive interne Beratung, zuletzt in einer Sondersitzung mit Vertreter*innen der Verwaltung sowie dem stellvertretenden CDU-Fraktionsvorsitzenden.
Voraussetzung für die Zustimmung ist ein Änderungsantrag der Grünen: Der eigentlichen Planung soll eine sogenannte „Phase 0“ verbindlich vorangestellt werden. In diesem Format sollen Zielsetzungen konkretisiert, offene Fragen strukturiert geklärt sowie Bürger*innen und Gewerbetreibende frühzeitig eingebunden werden.
„Die Phase 0 schafft Transparenz, Beteiligung und eine klare inhaltliche Grundlage für die weitere Planung“, erklärt der Fraktionsvorsitzende Marvin Nowak. „Wir wollen Sorgen ernst nehmen und gleichzeitig eine tragfähige Perspektive für die Innenstadt entwickeln.“
Für die Fraktion stehen unter anderem die klimaangepasste Weiterentwicklung der Innenstadt, die konsequente Verbesserung der Barrierefreiheit sowie die ohnehin notwendige Kanalsanierung im Fokus. „Wenn wir klimaresiliente Strukturen schaffen und unsere Innenstadt zukunftsfähig gestalten wollen, müssen wir die Maßnahme ganzheitlich denken und die vorhandenen Fördermittel mitnutzen“, so Nowak. Ohne die Beauftragung der Planungsphasen 1 bis 4 könnten zentrale Ziele nicht im erforderlichen Umfang erreicht werden.
Auch Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit spielen eine zentrale Rolle. Ressourcenschonung und finanzielle Verantwortung seien zwei Seiten derselben Medaille. Die Integration der notwendigen Kanalsanierung in die Gesamtmaßnahme und die Wiederverwendung von Materialien sollen Synergien ermöglichen und spätere zusätzliche Eingriffe vermeiden. „Die Nachhaltigkeit der Maßnahme ist uns ein großes Anliegen – ökologisch wie finanziell.“
Positiv bewerten die Grünen zudem die klarere Zuständigkeit des Sanierungsträgers für die Gesamtsteuerung des Verfahrens, die ebenfalls auf ihren Antrag geschärft wurde: „Gerade bei einer Maßnahme dieser Größenordnung braucht es klare Verantwortlichkeiten und eine stringente Koordination“, betont Nowak.
„Wir haben intensive Gespräche mit den demokratischen Parteien, der Verwaltung, Bürgerinitiative und weiteren Innenstadtakteur*innen geführt. Unser Anspruch ist es, unterschiedliche Anliegen zusammenzuführen und Lösungen zu entwickeln, die für die gesamte Stadt tragfähig sind.“
Die Beauftragung der Planung stellt dabei keine Vorfestlegung auf eine spätere Umsetzung dar. Nach Abschluss der Planungsphase werde erneut politisch entschieden. „Wir schaffen so zunächst eine belastbare Entscheidungsgrundlage“, so Nowak abschließend. „Unser Ziel ist eine nachhaltige, förderfähige und für alle zugängliche Innenstadt.“
- „innehalten“ beim ISEK- Prozess

Wir stufen den Bürgerbeteiligungsprozess als nicht ausreichend ein. Insbesondere die Interessen der davon Betroffenen Gewerbetreibenden sind nicht ausreichend berücksichtigt worden.
Die Unsicherheit und die Angst vor dem Verlust der Geschäfte, und damit der Existenzgrundlage, während der langjährigen Bautätigkeit ist sehr groß und kann nicht ignoriert werden.Nach intensiven Gesprächen mit der Stadtverwaltung und der Bürgerinitiative „BI Wunstorf“ haben wir uns dazu entschlossen, das Ansinnen der BI, bei dem ISEK Prozess inne zu halten, zu unterstützen. In diesem Sinne unterstützen wir das Bürgerbegehren und empfehlen deshalb unseren Fraktionsmitgliedern gegen die Auftragsvergabe in der nächsten Stadtratssitzung zu stimmen.
Zusätzlich werden wir einen Änderungsvorschlag zum weiteren Vorgehen einbringen.Wir stufen den Bürgerbeteiligungsprozess als nicht ausreichend ein. Insbesondere die Interessen der davon Betroffenen Gewerbetreibenden sind nicht ausreichend berücksichtigt worden. Die Unsicherheit und die Angst vor dem Verlust der Geschäfte, und damit der Existenzgrundlage, während der langjährigen Bautätigkeit ist sehr groß und kann nicht ignoriert werden. Das hat auch mit dem Vertrauensverlust zu tun, der in den letzten Jahren durch auch aus unserer Sicht schlecht laufende Projekte, sowohl was die Ausführung als auch was das Ergebnis betrifft, entstanden ist. Das beste Beispiel dafür ist der Barnekreisel. Selbst wenn die Bauzeit bei der Gesamtbewertung des Projektes außen vorgelassen wird, ist das Ergebnis eine mittlere Katastrophe. Aber insbesondere die Bauphase in der Fußgängerzone bereitet den betroffenen Gewerbetreibenden allergrößte Sorgen.
Der am Freitag kurzfristig vorgelegte Änderungsvorschlag ist ein Versuch, mit einer Unterstützung die entstehenden Nöte zu mildern. Allerdings ist auch diese Idee nicht zu Ende gedacht, sondern nur als ein „wenig Salbe auf die Wunde“ zu werten.Zuviele Fragen sind nicht geklärt. :
Solange diese Fragen nicht geklärt sind, kann nicht einfach weitergemacht werden.
Nach dem Motto „Augen zu und durch“ ist keine ehrliche Politik.Um insbesondere die Umsetzung zu begleiten sollen neben einem Sanierungsbeirat auch ein Arbeitskreis eingesetzt werden. Es hat ein umfangreiches Gerangel um die Kompetenzen dieses Arbeitskreises gegeben. Wir Grünen waren daran beteiligt und haben uns darum bemüht, diesen mit möglichst umfangreichen Mitbestimmungskompetenzen mit auf den Weg zu geben. Das ist uns allerdings nur teilweise gelungen. Wir haben den Eindruck, dass der Arbeitskreis lediglich als Alibifunktion herhalten soll.
Wir plädieren dafür, den Planungsprozess im Rahmen eines Arbeitskreises neu aufzurollen. Dieser Arbeitskreis sollte durch ein auszuwählendes Fachplanungsbüro begleitet werden, ähnlich wie das beim Arbeitskreis Radverkehr geschehen ist. Ein Planungsbüro, das gleichzeitg das ausführende Unternehmen ist, kann nicht neutral arbeiten.
Die Verwaltung mit dem Bürgermeister an der Spitze baut immer wieder mehrere Drohkulissen auf für den Fall, dass der Auftrag an das Planungsbüro nicht vergeben wird. Insbesondere die Kosten, die in diesem Fall entstehen, werden immer wieder in den Vordergrund gestellt und es werden diejenigen dafür verantwortlich gemacht, die den Prozess stoppen wollen. Dabei hat es der Bürgermeister versäumt den Planungsprozess frühzeitig neu zu justieren, indem er die bereits seit mehr als einem Jahr vorgetragenen Bedenken ignoriert hat. Sein Ziel war das Projekt durchzuziehen.
De jüngste Vorschlag des Bürgermeisters, lediglich die Planungsphasen 1-4 zu beauftragen und ein Bürgerentscheid über die Feinplanung herbeizuführen geht ebenfalls am Ziel vorbei. Denn was ist die Basis der Feinplanung? Ist das der Siegerentwurf? Wenn dem so ist, ist nichts gewonnen. Denn auch der ist es, mit dem auch wir uns nicht so recht anfreunden können. So kann es nicht in unserem grünen Sinne sein, den Bodenbelag komplett zu erneuern. Vielmehr ist auch hier Augenmaß notwendig, um ein nachhaltiges bauen Wirklichkeit werden zu lassen. Darunter verstehen wir in diesem Kontext geringen Ressourcenverbrauch beim Bau, Reduktion von CO2 Emissionen und Wiederverwendbarkeit von Baustoffen.
- Mehr Frauen in die Kommunalpolitik – Jetzt!

Anne Dalig, langjährige Fraktionsvorsitzende im Stadtrat:
„Gern beantworte ich Fragen und unterstütze bei den ersten Schritten.
Bitte meldet euch bei mir unter
Anne.Dalig@gruene-wunstorf.comTel: 05031 7002703
Grüne rufen Frauen auf: Mischt euch ein – Ihr werdet dringend in der Politik gebraucht!
Frauen in der Politik sind heute präsenter als früher – aber echte Gleichstellung ist noch nicht erreicht.
Frauen gestalten unsere Gesellschaft jeden Tag – in Familien, im Beruf, im Ehrenamt. Doch in der Politik sind sie noch immer unterrepräsentiert. Das wollen wir ändern.Bündnis 90/Die Grünen rufen Frauen jeden Alters dazu auf, sich politisch zu engagieren und Verantwortung zu übernehmen – besonders auf kommunaler Ebene. Denn Entscheidungen über Kitas, Schulen, Klimaschutz, Mobilität, Wohnen und soziale Gerechtigkeit werden vor Ort getroffen. Auch bei dem wichtigen Thema Innenstadtsanierung geht es nicht ohne die Beteiligung von uns Frauen.
Warum Frauen in die Kommunalpolitik gehören:
- Gleichstellung braucht politische Macht
- Vielfalt in Parlamenten führt zu besseren, gerechteren Lösungen
- Demokratie ist nur dann stark, wenn sie alle einschließt.
- Wer mitgestalten will, muss auch mitentscheiden können.
Bei den Grünen finden Frauen:
- offene Strukturen und Unterstützung für politisches Engagement
- Mentoring, Vernetzung und Weiterbildung
- klare Haltung gegen Sexismus und Diskriminierung
- Vereinbarkeit von Familie, Beruf und Politik
Wir rufen Frauen jeden Alters, jeder Herkunft und jedweder Tätigkeit, ob zu Hause oder imBeruf, auf:
- Mischt euch ein
- Kandidiert, dafür müsst ihr kein Parteimitglied sein
- Mach mit. Bring dich ein.
- Gestalte unsere Kommune, unser Land, deine Zukunft aktiv mit.
- Anregender Diskussionsabend zur Zukunft der Energiewende mit Sven Giegold

„Energiewende: Umsetzen statt abwürgen!“
Rund 40 Gäste folgten am 10. Februar 2026 der Einladung der Wunstorfer Grünen ins Küsters, um mit Sven Giegold über die Zukunft der Energiewende zu diskutieren. Der stellvertretende Bundesvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen sprach unter dem Titel „Energiewende: Umsetzen statt abwürgen!“ über aktuelle politische Weichenstellungen auf Bundesebene.
In seinem Vortrag warnte Giegold davor, dass die derzeitigen Pläne der Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche den Ausbau der erneuerbaren Energien ausbremsen könnten. Die Energiewende sei ein Erfolgsprojekt, das konsequent fortgeführt werden müsse – sowohl aus Gründen des Klimaschutzes als auch zur Sicherung von Innovation, Wettbewerbsfähigkeit und -ganz wesentlich- energiepolitischer Unabhängigkeit. Giegold wies explizit auf die 80 Milliarden € hin, die jedes Jahr für fossile Brennstoffe in die Richtung von Staaten mit repressiven Strukturen fließen und nichts zu unserer Wertschöpfung beitragen.
Als Gegenentwurf stellte Giegold die „Energiewende 2.0“ von Bündnis 90/ Die Grünen vor: mit einem beschleunigten Ausbau von Dach-Photovoltaik, Batteriespeichern, Digitalisierung (Smart Grids) und Windenergie, einer Modernisierung der Netze sowie neuen Beteiligungsmodellen wie Energy Sharing, um Bürgerinnen und Bürger stärker einzubinden. Auch die klimaneutrale Transformation der energieintensiven Industrie sei entscheidend für den Wirtschaftsstandort Deutschland.
Mit Blick auf Niedersachsen hob Giegold hervor, dass das 2024 verabschiedete Niedersächsische Energie-Beteiligungsgesetz den Ausbau der Erneuerbaren mit einer stärkeren kommunalen und bürgerschaftlichen Beteiligung verknüpft. Neue Windenergie- und Freiflächen-Solarprojekte schaffen dadurch zusätzliche Einnahmequellen für Kommunen und ermöglichen es den Menschen vor Ort, unmittelbar vom Ausbau zu profitieren.
In der anschließenden offenen Diskussion wurden die Thesen vertieft und auf die Situation in Wunstorf und der Region bezogen. Vertreterinnen und Vertreter aus Unternehmen, Zivilgesellschaft und interessierte Bürgerinnen und Bürger brachten ihre Perspektiven ein. Deutlich wurde: Die Energiewende ist auch vor Ort ein zentrales Zukunftsthema – und der Wunsch nach konstruktivem Austausch zwischen Politik und Praxis groß. Die Wunstorfer Grünen kündigten an, den Dialog mit Akteuren aus Wirtschaft, Forschung und Bürgerschaft fortsetzen zu wollen.
- Die Grünen nominieren Kandidat*innen für die Regionsversammlung
Die Grünen in Wunstorf und Neustadt haben ihre Kandidat*innen für die Wahl zur Regionsversammlung am 13. September 2026 nominiert. Die stellvertretende Regionspräsidentin Ute Lamla wurde als Spitzenkandidatin auf Platz 1 bestätigt. Auf Platz 2 kandidierte Uwe Sternbeck und bekam die Zustimmung der Anwesenden. In der gemeinsamen Sitzung der Ortsverbände zeigten weitere Kandidat*innen aus Wunstorf und Neustadt Interesse. Dadurch konnte eine engagierte Liste mit 11 Kandidierenden erstellt werden.
Die Regionsabgeordnete Ute Lamla will ihre Kompetenz weiter für Klimaneutralität in der Region bis 2035 sowie den Umwelt- und Naturschutz einsetzen. Aus ihrer Sicht sind der Zusammenhalt der Gesellschaft und der Erhalt einer lebendigen Demokratie weitere große Herausforderungen. Für den langjährigen ehemaligen Neustädter Bürgermeister, Uwe Sternbeck ist es wichtig, dass Bus und Bahn in Wunstorf und Neustadt besonders auf den Dörfern bedarfsgerechter und effizienter werden.
Die beiden Grünen Ortsverbände freuen sich eine engagierte Liste von Kandidierenden, die durch erfahrene Menschen angeführt wird und zur Wahl der Regionsversammlung mit innovativen Kräften antrete, sagten die Ortsverbandssprecher Reinhard Hüttermann (Wunstorf) und Charly Schatz-Wanek (Neustadt). Mit Lust und Elan werden die Grünen in den Wahlkampf ziehen.
Für weitere Informationen stehen Ihnen zur Verfügung:
Reinhard Hüttermann, reinhard.huettermann@gruene-wunstorf.com
Charly Schatz-Wanek, Charly.Schatz-Wanek@gruene-nrue.de
- Pressemitteilung zur Innenstadt, Antwort auf Aussagen der SPD

Trügerische Einigkeit
„Die so suggerierte Einigkeit bildet die tatsächlichen Diskussionen und Differenzen im Verwaltungsausschuss nicht ab.“,Mit Verwunderung nehmen Bündnis 90/Die Grünen Wunstorf zur Kenntnis, dass die SPD unmittelbar nach dem nicht öffentlichen und vertraulichen Verwaltungsausschuss eine öffentliche Mitteilung zur Beschlusslage über die Initiierung eines Arbeitskreises veröffentlicht hat – noch bevor die Verwaltung eine abgestimmte Presseinformation vorgelegt hat.
„Die so suggerierte Einigkeit bildet die tatsächlichen Diskussionen und Differenzen im Verwaltungsausschuss nicht ab.“, sagt Marvin Nowak, Fraktionsvorsitzender der Grünen im Stadtrat.
Zwar wurde die Initiierung eines Arbeitskreises einstimmig beschlossen, diesem Beschluss gingen jedoch intensive Verhandlungen voraus.
So wurde die von uns Grünen eingebrachte Formulierung, wonach die Planung auch bei grundsätzlichen Fragestellungen im Einvernehmen verändert werden können soll, deutlich aufgeweicht.
„Die Kompromissformulierung können wir mitgehen – sie bleibt jedoch hinter unserem ursprünglichen Anspruch zurück.“, so Nowak und Hüttermann.Nicht gefolgt wurde unserer Argumentation, dass bereits die Initiierung des Arbeitskreises den Grundstein für das gesamte weitere Verfahren legt und damit maßgeblich Einfluss auf die Qualität und Tiefe der Partizipation nimmt. Aus diesem Grund haben wir Grünen dafür plädiert, den Beschluss im Rat zu fassen – als öffentlich tagendem Gremium –, um auch der Öffentlichkeit zu ermöglichen, die Debatte zu verfolgen. Diese Auffassung wurde von Bürgermeister Piellusch zurückgewiesen. Einen Antrag auf Verweis des Beschlusses in den Rat lehnten SPD und CDU ab.
Ebenfalls zurückgestellt wurde unser Antrag, der Bürgerinitiative einen festen Platz im Arbeitskreis einzuräumen. GroKo und Bürgermeister begründeten dies unter anderem mit angeblich unklaren Vertretungsstrukturen der Initiative. Gesprächsangebote seien abgelehnt worden. „Diese Darstellung können wir nicht bestätigen: Noch am selben Tag haben wir einen konstruktiven Austausch mit mehreren Mitgliedern der Bürgerinitiative geführt.“, sagt Grünen Vorstand Reinhard Hüttermann.
Darüber hinaus wurde unser Anliegen zurückgewiesen, im Arbeitskreis und im Sanierungsbeirat nicht ausschließlich Mandatsträger*innen zu besetzen. Gerade als kleinere Fraktion sind wir darauf angewiesen, die Vielzahl ehrenamtlicher Termine auf mehrere Schultern zu verteilen. Die Verantwortung, die Brücke in Fraktion und Partei zu schlagen, liegt bei uns. CDU und insbesondere SPD zeigten sich hier lediglich bereit, den Kreis auf Ortsratsmitglieder oder Bürgervertreter*innen auszuweiten.
Die Einigkeit, die durch einen einstimmigen Beschluss suggeriert wird, bildet aus unserer Sicht nicht die tatsächliche Diskussion und die unterschiedlichen Positionen im Verwaltungsausschuss ab.
Bündnis 90/Die Grünen Wunstorf
Reinhard Hüttermann für den Vorstand
Marvin Nowak für die Fraktion - Infos zur Innenstadtsanierung
Die Sanierung unserer Innenstadt beschäftigt derzeit unsere Stadtgesellschaft. Unterschiedliche Meinungen prägen die Debatte.
Gegner*innen: Die Innenstadt ist perfekt, wie sie ist. Es soll mit Augenmaß” saniert/renoviert werden, möglichst wenig Veränderung. Jahrelange Bauarbeiten gefährden die Existenz der Gewerbetreibenden. Der Kirchenvorplatz wurde gerade erst vor 10 Jahren mit erheblichem fianziellen Aufwand umgestaltet.
Befürworter*innen: Die Leitungen in der Fußgängerzone sind marode.Das Erscheinungsbild ist nicht mehr zeitgemäß und die Begehbarkeit eingeschränkt.Dann doch alles gleich richtig machen und nicht ein zweites Mal anfangen. Die Innenstadt soll attraktiver, sicherer und klimagerechter werden sowie mehr Barrierefreiheit aufweisen.
Wie ist nun der Stand?
- Die Sanierung der Innenstadt wurde 2025 mit großer Mehrheit beschlossen. Davor gab es während der Coronazeit eine Online-Bürgerbefragung.
- Es erfolgte eine Ausschreibung an Landschaftsarchitekturbüros mit Vorgaben, wie die Innenstadt sich verändern soll.
- Nach Abgabeschluss wurden Beteiligte wie Ratsmitglieder, Werbegemeinschaft, Stadtkirche, Heimatverein, zur Vorstellung und Abstimmung über die Ideen eingeladen. Bei dieser nichtöffentlichen Veranstaltung wurden aus 11 Entwürfen 3 Entwürfe als Beste nominiert.
- Diese Entwürfe wurden der Öffentlichkeit 2 Wochen im Rathaus gezeigt, dazu gab es eine Veranstaltung zur Vorstellung.
Wie geht es jetzt weiter?
- Die Verwaltung hat auf Verlangen der Ratsmitglieder eine Vorlage für einen Arbeitskreis und einen Sanierungsbeirat erstellt.
- Es wird ein Arbeitskreis gegründet, der die Sanierung der Fußgängerzone beratend begleiten soll. Dieser tagt nicht öffentlich, damit die von der Maßnahme betroffenen Personen frei ihre Meinung sagen können.
- Zusätzlich gibt es einen Sanierungsbeirat, der öffentlich tagen und die Arbeiten an dem gesamten Sanierungsgebiet während der ganzen Umbauphase begleiten soll.
Was wollen die Grünen?
- Wir halten die Sanierung der Infrastruktur in der Fußgängerzone für unumänglich.
- Im Arbeitskreis wollen wir die Teilnahme einer Vertreter*in der BI Wunstorf.
- Im Sanierungsbeirat wollen wir die ständige Teilnahme der Klimaschutzmanagerin
- Die Entscheidung über das weitere Vorgehen muss durch einen Ratsbeschluss gestützt werden und nicht nur im nichtöffentlichen Verwaltungsausschuss beschlossen werden.
Unserem Antrag wurde im nichtöffentlichen Verwaltungsausschuss nicht zugestimmt. Es wurde ein Kompromissvorschlag der Verwaltung beschlossen.
Weitere Infos findet ihr unter
- Stellungnahme der Stadt Wunstorf
https://www.wunstorf.de/portal/seiten/faq-zur-innenstadtsanierung-922001649-20550.html
2. Stellungnahme der BI Wunstorf






