Wunstorf und Ortsteile

Alle Themen rund um Wunstorf und Umgebung

Wollny steht Radservicestationen positiv gegenüber

Mit Interesse haben Bündnis90/Die Grünen in der Ausgabe vom 22.09.2020 der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung gelesen, dass Herr Wollny Radservicestationen sehr positiv gegenübersteht. Dazu möchten wir folgenden Kommentar abgeben.

Die Grünen haben gemeinsam mit dem OR Wunstorf am 28.03.2019 einen Prüfantrag genau zu Anlage von Radservicestationen gestellt, siehe Anlage. Leider wurde dieser bis heute nicht beantwortet.

Dazu Anne Dalig, Fraktionsvorsitzende im Stadtrat „ Wir freuen uns, dass Herr Wollny unserem Antrag positiv gegenübersteht und diesen unterstützt. Dadurch kommt nun endlich Bewegung in das Thema Radverkehr und es ist ein Weg in Richtung mehr Fahrradfreundlichkeit in unserer Stadt.“

Dustin Meschenmoser, Vorstand ergänzt „Den Vorschlag von Herrn Wollny, eine Station am Bahnhof zu errichten halten wir für überaus sinnvoll. Diese mit einem Schließfach zu erweitern, um dort den Helm zu lagern, bringt für Radler und Radlerinnen ebenfalls mehr Komfort.

„ Sebastian Gercken, Vorstand „ Die Befürchtung, dass die Stationen durch Vandalismus beschädigt werden könnten, ist gering. Es gibt bereits in vielen Kommunen Radservicestationen und sie werden gern genutzt. Auch durch ihre Beschaffenheit sind sie weitestgehend vor Schäden geschützt.“  

Querung Sölterkreuzung durch Kali & Salz Züge

Die Wunstorfer Grünen sehen in den geplanten Fahrten zur Verfüllung des stillgelegten Bergwerks von Kali & Salz eine unzumutbare Belastung für Wunstorf. Durch die täglich vorgesehenen zusätzlichen 12 Fahrbahnquerungen wird eine Verkehrsbelastung erzeugt, die nicht mehr hinnehmbar ist. Die Zugdurchfahrt an der Sölterkreuzung erzeugt eine minutenlange Schließung der Querung der Neustädter Straße und damit eine Fahrzeugschlange bis weit in die Innenstadt. Dadurch wird die einzige Verbindung von der Innenstadt in die Nordstadt im schlimmsten Fall bis zu 2 Stunden täglich unterbrochen. Zur Umweltbelastung durch entstehenden Lärm kommt mindestens eine weitere durch die Emissionen der Dieselloks hinzu.  Kali & Salz und die OHE Bahn müssen belegen, dass sie tatsächlich eine unbeschränkte und aktuelle Durchfahrerlaubnis haben. Dieser Nachweis ist bis zum heutigen Tag nicht erbracht worden.
 
Jahrelang wird für eine Ortsumgehung gekämpft um die Stadt vom Verkehr zu entlasten und nun soll diese neue Belastung völlig unnötig produziert werden. Das ist doch Wahnsinn!
 
Die Pläne zur Verfüllung der Stollen in ihrer jetzigen Form verstärken zudem noch die bislang unabsehbaren Folgekosten und Belastungen des Kaliabbaus, die die Allgemeinheit wird tragen müssen. 
 
Unabhängig davon befürworten wir eine schnelle Modernisierung der bestehenden Ampelanlage auf den aktuellen technischen Standard. Dadurch kann der jetzt schon bestehende Rückstau der Autos bis weit in die Südstraße verringert und der Stadtkern entlastet werden. Dieses ist unabhängig von den Plänen von Kali & Salz und dient der Verkehrsentlastung der Stadt.
 
Wunstorf, den 04. Mai 2020

Die Tafeln sind systemrelevant

Wir sind von der Beurlaubung der 1-Euro-Jobbern bei der Wunstorfer Tafel entsetzt. Diese Mitarbeiter*Innen waren in den letzten Wochen seit Beginn der Corona-Krise die Stütze der Tafel, sie waren immer da und haben sich in bewundernswerter weise weiterhin für die Lebensmittelverteilung eingesetzt. Auch Edeka wurde beim Ausfahren der Lebensmittel unterstützt. Nun soll dieses alles Knall auf Fall wegfallen.

”Wie kann es sein, dass Tafeln nicht als systemrelevant gelten! Wer die Schlange der Bedürftigen an Ausgabetagen sieht, hat dafür kein Verständnis”, sagt Dustin Meschenmoser. “Man mag der Meinung sein, die Tafeln sollten in einem Land wie Deutschland nicht nötig sein, die Realität ist aber eine andere”, ergänzt Dustin Meschenmoser. “Und nun strengt die Bundesregierung gerade in dieser Zeit eine neue Diskussion zum bedingungslosen Grundeinkommen an. Gäbe es dieses bereits, wäre vielen Menschen in der Krise geholfen und sie hätten eine Sorge weniger” sagt Sebastian Gercken.

Die Wunstorfer Tafel versucht nun mit Ehrenamtlichen den Betrieb weiter am Laufen zu halten, um Menschen in Not zu helfen. Die Grünen sagen DANKE an alle dort Tätigen, die nun diese zusätzliche Belastung auch noch stemmen müssen!

Foto: Dustin Meschenmoser

Grüne besuchen Feuerwehr Klein Heidorn

Brandbekämpfung und die Rettung von Menschenleben dürfen nicht nur als Kostenfaktor betrachtet werden.“

Im Rahmen ihres „Grünschnacks“, bei dem die Wunstorfer Grünen immer wieder interessante oder wichtige Einrichtungen und Orte rund um Wunstorf besuchen, waren sie am vergangenen Freitag, den 14. Juni, zu Gast bei der Freiwilligen Feuerwehr in Klein Heidorn. Ortsbrandmeister Jens Adamskie begrüßte und begleitete die Grünen bei ihrem Rundgang und stellte seine Feuerwehr sowie die Aufgaben und Herausforderungen moderner Brandbekämpfung vor.

„Uns ist als Laien viel zu wenig bewusst, dass sich die Herausforderungen an eine moderne Feuerwehr im Laufe der Zeit gewandelt haben“, stellt Andreas Litzke vom Vorstand der Grünen fest. „Ein Wohnungsbrand z.B. ist heute, wie wir beeindruckend sehen konnten, auf Grund der Materialien viel gefährlicher als früher. Darauf muss die Feuerwehr reagieren, auch in ihrer Ausrüstung zur Brandbekämpfung und für die Sicherheit ihrer Leute. Das erklärt die ständig steigenden Kosten in der Anschaffung. Aber unser aller Sicherheit sollte das Wert sein“, so Litzke weiter. Horst Gerke, Ortsrat der Grünen in Klein Heidorn und Organisator des Besuches, stellte abschließend fest: „Wir waren froh zu hören, dass die Freiwillige Feuerwehr in Klein Heidorn noch immer eine gut funktionierende Einrichtung ist, die vor Ort fest verwurzelt ist und auf die sich die Bürger verlassen können. Dass dies so bleibt, ist Aufgabe der Politik, die sich in den nächsten Jahren immer wieder mit der Frage von neuen Feuerwehrgebäuden und Fahrzeugen, aber auch mit der Organisation der Freiwilligen Feuerwehr für ganz Wunstorf befassen muss. Dabei sollten wir als Kommunalpolitiker unbedingt den Rat unserer vielen ehrenamtlichen Retter einholen. Sie wissen am besten, was richtig und was nötig ist. Brandbekämpfung und die Rettung von Menschenleben dürfen nicht nur als Kostenfaktor betrachtet werden.“

Foto: Hans-Heiner Giebel

Die StrABS kommt weg!

Wir haben uns mit unseren Gruppenpartnern geeinigt und die Abschaffung der Straßenausbaubeitragssatzung beschlossen.

Dazu sagt Anne Dalig, Fraktionsvorsitzende:
„Wir freuen uns, dass wir in unserer Gruppe zu einer einvernehmlichen Lösung gekommen sind.

Auch wenn es den Betroffenen scheinbar ein wenig zu lange gedauert hat, wollten wir doch keine übereilten Beschlüsse fassen. Sondern die Abschaffung nur mit einer tragbaren Gegenfinanzierung als Antrag in den Rat einbringen.

Dieses ist nun mit diesem Antrag gelungen, denn wir haben schließlich auch die Verantwortung für einen ausgeglichenen Haushalt unserer Stadt Sorge zu tragen und eine höhere Neuverschuldung zu vermeiden.“

Durch die Aufhebung der StrABS zum 01.01.2020 ergeben sich zukünftig Einnahmeverluste. Diese werden durch eine entsprechende Erhöhung der Parkgebühren kompensiert, welche von Kraftfahrzeugfahrerinnen und -fahrern aufgebracht werden.
Zugleich wird durch diese Erhöhung der Parkgebühren ein notwendiger Schritt in Richtung der Parkraumbewirtschaftung getan.
Sie wird ein erster Baustein im Rahmen eines Mobilitätskonzeptes sein, das die Zielsetzungen einer nachhaltigen Stadtentwicklung durch verkehrs- und autoreduzierte Zentren und einer Verbesserung des Fuß und Radverkehrs sowie des öffentlichen Nahverkehrs verfolgt.